Solidaritätsbasar der Berliner Journalistinnen und Journalisten
Der Solibasar wird seit Mitte der 90er Jahre von einer Gruppe vorwiegend aus dem Medienbereich stammender Leute ehrenamtlich organisiert. Zu ihnen zählen Journalisten, Gewerkschafter sowie Vertreter von gemeinnützigen Vereinen. Termin des Basars ist immer ein Samstag Ende August/Ende September von 10.00 bis 17.00 Uhr; Ort: traditionell der Alexanderplatz. Der Basar ist keine kommerzielle Unternehmung.
Ziel des Basars ist zum einen die Sammlung von Spenden für gemeinnützige Zwecke im Bereich der Südorientierten Entwicklungszusammenarbeit. Insbesondere werden damit Projektvorhaben von kleineren Vereinen gefördert, die diese gemeinsam mit Projektpartnern vor Ort in Entwicklungsländern durchführen. Der Spendeneinsatz ist transparent und geht nur in professionelle Vorhaben mit hoher Wirkung. Zum anderen will der Basar mediale Aufmerksamkeit bezogen auf die Inhalte und Ziele entwicklungspolitisch ausgerichteter Initiativen Berlins herstellen. Und nicht zuletzt ist der Event auch eine attraktive Form des direkten Kontaktes zwischen Verlagen, Redaktionen und Medienhändlern zu ihren Kundenkreisen.
Bestandteile des Basars sind im Vorfeld PR-Maßnahmen (Pressemitteilungen, Plakatierungen, Medienbeiträge/ Bewerbung über Anzeigen in Medien, U-Bahn- Werbung). Am Tag des Basars präsentieren sich Medien (Print-, AV-Medien) an Ständen und stellen ihre Produkte vor, geben Einblicke in ihre Arbeit (z.B. Signierstunden von Autoren) sowie realisieren Aktionen zugunsten der Spendensammlung (z.B. Tombola). Auf dem Basar sind weiterhin Unternehmen mit Bezug zu AV-Medien vertreten. Seit 2000 stellen sich auch Berliner Vereine, die sich für Länder und Menschen im Süden engagieren, mit Info- und Verkaufs-Ständen vor. Die Standangebote werden durch ein ganztägiges Bühnenprogramm umrahmt (Kultur, Informationen, PolitTalk).
Der Basar ist Partei politisch neutral. Er begrüßt aber die Teilnahme von entwicklungspolitisch engagierten demokratischen politischen Parteien, wenn diese über ihrer Partei angegliederten Medien oder zum Basar kompatible Initiativen / Arbeitsgruppen vertreten werden und die Parteipolitische Werbung nicht im Mittelpunkt steht. In diesem Sinne sind seit 2000 neben der Die Linke auch Bündnis 90/Die Grünen sowie zeitweilig die SPD mit Ständen auf dem Basar präsent.
Die jeweilige Spendenempfängerorganisation wird immer ca. 1 Jahr im Voraus durch ein ehrenamtliches Vorbereitungsteam ausgewählt. Kriterien der Auswahl sind u.a. der Status eines gemeinnützigen e.V., Seriosität (DZI-Kriterien), Vorhandensein von Projektpartnern vor Ort, hoher Multiplikationseffekt beim Einsatz der Spendengelder, Projektstabilität, langjährige Erfahrungen mit der Projektarbeit im Ausland.
Die Sammlung der Spendensumme erfolgt über Standgebühren (zurzeit 230 Euro/ Stand) sowie über Aktionen und Sammlungen der Teilnehmer am Tag des Basars.
In den letzten Jahren konnten das Team des Basars in der Regeln den Spendenpartnern 10.000 € überreichen.
Das Echo auf den Basar ist positiv: Der Basar steht stets unter einer nennenswerten Schirmherrschaft (z.B. 1999: die Bundesministerin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung); weiterhin sind ca. 15.000 Besucherinnen und Besucher zu zählen, die sich längere Zeit auf dem Basar aufhalten. Zu den auf dem Solibasar präsenten Medien zählten u.a.: Sender wie Deutschlandradio, Tageszeitungen wie TAZ, Neues Deutschland und Junge Welt, Buchverlage wie der Eulenspiegel-Verlag, Zeitschriften wie Das Magazin, AV-Verlage wie Buschfunk. Zu den Berliner Vereinen, die den Basar regelmäßig nutzen, zählen u.a. die Kinderhilfe Vietnam, die Kindernothilfe, Terre des hommmes, die GSE etc. Als anerkannter gemeinnütziger Event ist der Solibasar in den vergangenen Jahren vom Land Berlin und der Stiftung Nord-Süd-Brücken sowie der Böckler-Stiftung mehrfach gefördert worden.
Kontakt zum Solibasar kann aufgenommen werden über:
Büro Dr. LetzAlexanderstr. 7
10178 Berlin
Tel.: 030-20 45 20 28
Mail: info@berliner-solibasar.de
